An Klima- und Umweltschutz erinnert

“Fridays For Future” setzt mit Flashmob in Bozen ein Zeichen

Dienstag, 16. Juni 2020 | 17:24 Uhr

Von: luk

Bozen – Um die “Fridays For Future”-Bewegung ist es im Zuge der Coronakrise still geworden. Andere Themen rückten in den Fokus der Öffentlichkeit und der Lockdown gab keine Möglichkeiten mehr, politisch aktiv zu werden und auf die Straße zu gehen.

Doch nun hat sich die Bewegung in Südtirol wieder gesammelt und hat unter dem Hashtag fighteverycrisis mit einem Flashmob am Silvius-Magnago-Platz ein Zeichen für Klima und Umweltschutz gesetzt – “ein neuer kreativer Weg, um zukünftigen Generationen eine Stimme zu geben”, wie es heißt.

“Derzeit erleben wir eine Krise, die alles auf den Kopf gestellt hat, die uns alle, unsere Gewohnheiten, unseren Alltag vera?ndert und uns des wichtigsten, und vielleicht sogar des wirksamsten Mittels beraubt hat, um die Aufmerksamkeit der Gesellschaft auf die Klimakrise zu lenken: Demonstrationen. Nicht auf die Straße gehen zu ko?nnen, nicht gemeinsam ka?mpfen zu ko?nnen, war notwendig, um vielen eine Zukunft gewa?hrleisten zu ko?nnen. Eine Zukunft, die jedoch auch von einer anderen Krise bedroht wird, die wieder einmal, nicht im Geringsten, als eine echte Krise, als eine echte Gefahr angesehen wurde und wird: die Klimakrise. Es ha?tte sich in dieser Zeit die Gelegenheit geboten den Kurs zu wechseln, jedoch wurde versucht, so schnell wie mo?glich zu jener Normalita?t zuru?ckzukehren, die ja eigentlich das Problem darstellte”, so die Bewegung in einer Aussendung.

“Und dies obwohl die Klimakrise seit langem eine reale, echte Bedrohung fu?r viele Menschenleben ist, die, wenn nicht sofort gehandelt wird, weit schlimmere Folgen haben wird als die der Coronavirus Pandemie. Wie ist es also mo?glich, dass derzeit u?ber eine Lockerung der Maßnahmen zur Einda?mmung des Klimawandels nachgedacht wird? Wo ist die Entschlossenheit, die zu Recht bei dieser Pandemie zu beobachten war”, fragt “Fridays For Future” in Südtirol.

Die Klimakrise dürfe nicht vergessen werden, sie müsse eine Priorita?t auf der lokalen, nationalen und internationalen politischen Agenda werden. “Wir ko?nnen es uns nicht leisten, zu warten, uns Zeit zu lassen, nicht jetzt zu handeln: Nach der Gesundheitskrise haben die Regierungen beschlossen, viel Geld in die Beka?mpfung der Wirtschaftskrise zu investieren. Diese Schulden werden junge Menschen noch viele Jahre belasten. Es ist daher absolut notwendig, dass dieses Geld fu?r zuku?nftige Generationen und zum Schutz unseres Planeten investiert wird. Wir brauchen einen Wandel in unserer Wirtschaft von der Energieerzeugung und Energieeinsparung hin zu Mobilita?t, Landwirtschaft und Tourismus. Deshalb fordern wir, dass o?ffentliche Hilfen der EU, des Staates und des Landes mit einer nachhaltigen Unternehmenssanierung verknu?pft werden. Jede Entscheidung muss an die Erreichung des Ziels der Klimaneutralita?t im Jahr 2035 fu?r Su?dtirol geknu?pft sein”, heißt es abschließend.

Bezirk: Bozen