Bozen - Steigende Impfzahlen auch in der vergangenen Woche in Südtirol: 13. 046 Personen erhielten eine Impfung, 8. 239 davon einen Booster. Angesichts der momentanen dramatischen Infektionslage gilt es nicht nur bestehende Impflücken zu schließen, sondern auch den Impfschutz aufzufrischen. Mit Donnerstag, 18. November haben 78,8% der impfbaren Bevölkerung über 12 Jahren ihre Grundimmunisierung gegen eine Infektion mit dem Coronavirus abgeschlossen. Das sind exakt 69,1% der Gesamtbevölkerung des Landes. In Südtirol sind mit Stand gestern insgesamt 737. 514 Coronaschutzimpfungen injiziert worden. Die Anzahl der innerhalb der letzten Woche verabreichten Impfungen beträgt 13. 046, damit war eine gesteigerte Nachfrage zu beobachten. Im Vergleich dazu betrug dieser Wert vor genau einer Woche 10. 805. 1. 871 Impfungen wurden als erste Dosis verspritzt, 2. 936 als zweite Dosis, die größte Anzahl, nämlich 8. 239, waren Auffrischungsimpfungen. Ein Blick in die umliegenden Länder zeigt eindeutig, dass eine Korrelation zwischen der Durchimpfungsrate und den Infektionszahlen besteht. Dort, wo die Impfquote noch niedrig ist, schnellen die Infektionszahlen derzeit in die Höhe. In Südtirol beträgt die Impfquote bei den über-60-Jährigen mit Stand 14. November genau 88,5%, 11,5% der älteren Jahrgänge haben sich somit noch nicht impfen lassen. Bei den jüngeren Altersgruppen der unter-60-Jährigen sind mittlerweile 77,4% impfen gegangen, dementsprechend sind noch 22,6% ungeimpft. Das sind gerade jetzt, wo sich die Infektionslage in Südtirol dramatisch verschlechtert, viel zu hohe Zahlen und es gilt, die Impflücken in der Bevölkerung rasch zu schließen. Landesrat Thomas Widmann nimmt zur Situation im Lande Stellung: "Die Infektionslage ist sehr besorgniserregend und wird sich weiter verschlechtern. Die dramatische Lage nur wenige Kilometer nördlich, wo ein bundesweiter Lockdown nicht mehr verhindert werden konnte, muss uns ein Ansporn sein: Wir können noch reagieren, indem wir impfen, impfen, impfen! Das Virus ist jetzt so stark im Umlauf, dass es fast unvermeidlich ist, früher oder später damit in Kontakt zu kommen – doch die Impfung verhindert schwere Verläufe. Daher liegt unser Fokus weiterhin auf den Erst-, aber auch auf den Auffrischungsimpfungen. Zudem appelliere ich eindringlich an eine strikte und konsequente Einhaltung der AHA-Regeln und höchste Achtsamkeit.“ Generaldirektor Florian Zerzer äußert sich zur Auffrischungsimpfung: „Die gestrige Öffnung der Auffrischungsimpfung für alle Bevölkerung- und Altersgruppen, deren letzte Impfung mindestens 6 Monate zurückliegt, war ein wichtiger Schritt. Das große Interesse an der Vormerkung hat gezeigt, dass die Bevölkerung unser Angebot gut annimmt. Ich appelliere eindringlich an alle jetzt zur Impfung zu gehen. Studien haben gezeigt, dass die Auffrischungsimpfung ganz wesentlich zur Verstärkung des Impfschutzes beiträgt.“ Eine wichtige Front im Kampf gegen das Coronavirus ist demnach die Verabreichung von Auffrischungs- oder Boosterimpfungen. Gestern Donnerstag (18. 11.) wurde die Anmeldung zur Auffrischungsimpfung für Menschen aller Altersgruppen geöffnet, die ihre Grundimmunisierung vor mindestens 6 Monaten abgeschlossen haben. Insgesamt betrifft dies derzeit 93. 469 Personen. Unmittelbar nach der Öffnung bestand sogleich eine große Nachfrage. Schon am ersten Tag sind 5. 502 Vormerkungen für die 3. Dosis vorgenommen worden, 4. 358 davon online. Mit Stand heute (19. 11.) 16:30 Uhr sind 3. 722 Vormerkungen für Coronaschutzimpfungen eingegangen, davon betrafen 185 Erstimpfungen und 3. 537 Drittdosen. Im Vergleich zur Vorwoche hat sich die Nachfrage für Drittdosen um 186% erhöht, die Nachfrage für erste Dosen um 58%. Es ist auch möglich, sich schon zu einem Impftermin anzumelden, wenn die 6 Monate noch nicht erreicht sind und einen Impftermin nach der vorgesehenen Frist auszuwählen. Für Auffrischungsimpfungen können auch Impftermine ohne Vormerkung wahrgenommen werden. Von den 4. 070 Heimbewohnerinnen und -bewohnern in Südtirol haben mittlerweile schon 3. 351 eine 3. Dosis erhalten, die Durchimpfungsrate bei den Drittimpfungen liegt in den Seniorenwohnheimen bereits bei 82,3%. Die Bürgerinnen und Bürger können derzeit aus einer Vielzahl an Impfangeboten wählen. Seit 11. November beteiligen sich auch gut 40 Apotheken an der Impfkampagne, bisher haben 123 Menschen dieses Angebot genützt. Den Ablauf der Coronaschutzimpfungen legt jede Apotheke selbst fest. Die Bürgerinnen und Bürger können direkt in der Apotheke erfahren, ob sie die Impfung durchführt. Auf der Seite des Südtiroler Sanitätsbetriebs ist die Liste der beteiligten Apotheken unter folgendem Link veröffentlicht: https://www. coronaschutzimpfung. it/de/ impftermine/impfung-in-den- apotheken Der Südtiroler Sanitätsbetrieb bietet weiterhin zahlreiche Impftermine mit oder ohne Vormerkung an. Morgen Samstag, den 20. November gibt es Impftermine ohne Vormerkung in Mals, Bruneck, St. Martin in Thurn (nachmittags), Ritten und Wolkenstein. Im Impfzentrum Brixen wird morgen mit und ohne Vormerkung geimpft. Impftermine mit Vormerkung sind in Bruneck, St. Martin in Thurn (vormittags) sowie im Impfzentrum Bozen verfügbar. Am Sonntag, den 21. November gibt es einen speziellen Impftermin vor der Eiswelle Bozen, in dessen Rahmen der HC Südtirol Alperia 100 Gutscheine für ein Eishockeyspiel zur Verfügung stellt. Ebenfalls am Sonntag wird im Impfzentrum in der Neuen Klinik des Krankenhauses Bozen nach vorheriger Vormerkung geimpft. Alle Impftermine mit und ohne Vormerkung sind auf der Webseite des Südtiroler Sanitätsbetriebes unter folgendem Link ersichtlich: https://www. coronaschutzimpfung. it/de/ impftermine/alle-impftermine Vormerkungen der Impftermine in einem der Impfzentren können auch online vorgenommen werden, und zwar unter https://sanibook. sabes. it/ oder telefonisch von Montag bis Freitag von 8:00 bis 16:00 Uhr über die Einheitliche Landesvormerkungsstelle: Tel. 0471 100999. Der aktuelle Impfreport - die wichtigsten Daten in Kürze Nachfolgend werden die wichtigsten Zahlen (Stand: 18. 11. 2021) zu den bereits durchgeführten Impfungen in Südtirol dargestellt. Impfungen insgesamt (im Vergleich zu letzter Woche) Verabreichte Impfdosen: 737. 514 (+13. 046) Erstdosis: 379. 478 (+1. 871) Zweitdosis: 330. 021 (+2. 936) Drittdosis: 28. 015 (+8. 239) vollständig geimpfte Personen: 370. 090 (+2. 535) Impfungen nach Gruppen Personen über 80 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 33. 732 Personen Erstdosis: 29. 334 Zweitdosis: 27. 628 Drittdosis: 12. 440 Personen über 70 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 46. 417 Personen Erstdosis: 40. 983 Zweitdosis: 37. 196 Drittdosis: 4. 545 Personen über 60 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 58. 927 Personen Erstdosis: 50. 490 Zweitdosis: 44. 487 Drittdosis: 3. 953 Personen über 50 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 84. 804 Personen Erstdosis: 70. 132 Zweitdosis: 61. 675 Drittdosis: 3. 135 Personen über 40 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 74. 448 Personen Erstdosis: 60. 320 Zweitdosis: 51. 945 Drittdosis: 2. 153 Personen über 30 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 63. 481 Personen Erstdosis: 49. 745 Zweitdosis: 41. 581 Drittdosis: 1. 129 Personen über 20 Jahre Diese Personengruppe umfasst: 61. 285 Personen Erstdosis: 48. 736 Zweitdosis: 41. 118 Drittdosis: 616 Personen von 16-19 Jahren Diese Personengruppe umfasst: 23. 242 Personen Erstdosis: 17. 812 Zweitdosis: 14. 893 Drittdosis: 42 Personen von 12-15 Jahren Diese Personengruppe umfasst: 23. 121 Personen Erstdosis: 11. 926 Zweitdosis: 9. 498 Drittdosis: 2 Personen, die vor einer Infektion geschützt sind, weil sie bereits geimpft bzw. in den letzten 3 Monaten positiv getestet wurden: Altersgruppe 80+: 87,4%; 70+: 88,6%; 60+: 86,2%; 50+: 83,4%; 40+: 82,0%; 12-39: 76,7%. Impfungen nach Impfstoff Pfizer BioNTech Erstdosis: 272. 568 Zweitdosis: 252. 568 Drittdosis: 28. 015 Moderna Erstdosis: 33. 569 Zweitdosis: 31. 857 Vaxzevria (ex AstraZeneca) Erstdosis: 60. 447 Zweitdosis: 45. 596 Johnson & Johnson Erstdosis: 12. 894 Informationen zur Impfkampagne und Vormerkung: www. coronaschutzimpfung. it